hba1c-Wert und die Blutzuckereinstellung

Der rote Blutfarbstoff des Menschen, das H√§moglobin, ist von gro√üer Bedeutung f√ľr die Sauerstoffbindung und den Sauerstofftransport im K√∂rper. HbA1c ist H√§moglobin, das sich an ein Glukose-Molek√ľl angelagert hat, sich also mit Zucker verbunden hat.

Bei gesunden Menschen liegt dieser Wert bei ca. 5 Prozent, die Verfahren zur Ermittlung der Werte sind jedoch recht unterschiedlich, so sie nicht immer miteinander verglichen werden d√ľrfen. Erfahrungen zeigen, dass der HbA1c-Wert deutlich unter 7 Prozent, bei √§lteren Menschen unter 8 Prozent liegen sollte. Eine regelm√§√üige Blutzucker-Selbstkontrolle ist auf jeden Fall empfehlenswert.

Mit dem  Hba1c-Wert kann der Blutzuckerwert der letzten acht Wochen ermittelt werden. Das hängt damit zusammen, dass sich die roten Blutkörperchen regelmäßig erneuern und nur eine bestimmte Lebensdauer haben. Wechseln sich erniedrigte und erhöhte Werte ab, kann sich ein guter Mittelwert ergeben.

Besonders bei Diabetikern ist die Kontrolle dieses Wertes unerl√§sslich. Insulin spritzen und Blutzucker messen ist mehrmals t√§glich erforderlich. Menschen, die an Diabetes leiden, haben meistens mit Problemen der Unterzuckerung zu k√§mpfen, vor allem wenn diese nachts auftreten. Nach dem Erwachen am Morgen f√ľhlen sie sich oft abgespannt und m√ľde, die n√§chtlichen Gegenreaktionen des K√∂rpers k√∂nnen die k√∂rpereigene Regulation abschw√§chen.

Menschen mit Diabetes des Typ 1 und 2 leiden sehr viel h√§ufiger an Herz- und Gef√§√üerkrankungen. √úberh√∂hte Blutglukosewerte beg√ľnstigen Herztod, Nierenversagen und Herzerkrankungen. Eine konsequente Einstellung des Blutzuckers kann das Risiko von Komplikationen infolge von Diabetes reduzieren.

Nicht alleine die Ern√§hrung beeinflusst die schlechten Blutzuckerwerte, sondern auch √úbergewicht sowie Chrom- und Zinkmangel. Diabetes Typ 2 geht oft einher mit Bluthochdruck und erh√∂hten Blutfettwerten. Dies wiederum f√ľhrt zu Arteriosklerose.

Erschreckend ist, dass laut WHO die Zahl der Diabetiker st√§ndig steigt, bis 2025 sollen es alleine in Deutschland sieben Millionen Menschen an dieser Krankheit leiden. Grund daf√ľr ist Fehlern√§hrung, Bewegungsmangel und wie schon erw√§hnt, das daraus resultierende √úbergewicht. Schon eine leichte, dauerhafte Gewichtsreduzierung kann einen R√ľckgang der Blutzuckerwerte zur Folge haben.

Die Injektionstechnik beeinflusst die Blutzuckereinstellung und damit die Lebensqualität des Betroffenen. Ein Ablaufplan hilft, gute Werte zu erreichen und Hautschäden zu vermeiden. Das Insulin muss ins Unterhautfettgebe gespritzt werden, die Einstichstellen sollten regelmäßig gewechselt werden. Wichtig sind absolute Sauberkeit und der optimale Einstichwinkel.

Auch gesunde Menschen haben zum Teil mit sinkenden Blutzuckerwerten zu k√§mpfen, wenn sie nicht auf die optimale Blutzuckereinstellung achten. Die Insulinabgabe wird gedrosselt, Appetit macht sich bemerkbar. Adrenalin wird ausgesch√ľttet, die Zuckerreserven der Leber werden mobilisiert, die Folge sind Hunger und Schwitzen.

Cortisol wird ausgesch√ľttet, was wiederum eine Steigerung der Zuckerproduktion in der Leber zur Folge hat, das kann zu Herzklopfen f√ľhren. Infolge von Energiemangel im Gehirn kann es zu Sprach- und Verhaltensst√∂rungen sowie Verwirrtheit kommen. Das Gehirn wird nicht gen√ľgend mit Zucker versorgt, Bewusstlosigkeit und Krampfanf√§lle sind m√∂glich.







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